SMARTHOME Ein Blick in die Stromzukunft

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Rund 250 Haushalte in Ostösterreich erleben derzeit die Zukunft der Stromversorgung:Sie nehmen an einem Pilotversuch namens „VERBUND-SMARTHOME“ teil. Diese Häuser bzw. Wohnungen in Wien, Niederösterreich, Burgenland und Steiermark werden sich einige Monate lang genau über ihren Stromverbrauch informieren können. Sie bekommen dadurch die Möglichkeit, ihren Verbrauch zu optimieren – etwa indem sie stromfressende Geräte identifizieren oder Beleuchtungskörper gegen Energiesparlampen tauschen.

Nach 1-jähriger Entwicklungsphase wurden im November 2011 die ersten Haushalte mit dem System ausgerüstet, die restlichen bis März 2012. „Der Kunde soll spielerisch verstehen, was es mit seinem Stromverbrauch auf sich hat, und durch die Visualisierung einen Aha-Effekt erleben“, sagt Bertram Weiss, Projektleiter von „VERBUND-Smarthome“. „Man kann den Stromverbrauch einzelner Geräte sehen und vergleichen.“

Schaltbare Zwischenstecker. Das Herzstück des Systems sind schaltbare Funk-Aktoren-Zwischenstecker, die bei jedem Gerät den aktuellen Verbrauch ermitteln und zudem schaltbar sind. Die Zwischenstecker sind über ein spezielles Funknetz mit dem „Smarthome-Gateway“ verbunden, bei dem alle Daten eines Haushaltes zusammenlaufen. Über einen UMTS-Stick werden die gesammelten Werte nach „state of the art“ bezüglich Datenschutz und Datensicherheit und nach Zustimmung durch die Kunden an einen Server übermittelt, wo sie schließlich aufbereitet und bildlich dargestellt werden. Anzeigegeräte sind Handhelds (Smartphone oder Tablet), aber auch der PC. Der Kunde erhält mit diesem System einen umfassenden Zugriff auf seinen Stromverbrauch: So lässt sich in Echtzeit sehen, was passiert, wenn man zum Beispiel einen Heizstrahler einschaltet: Dann springt der Verbrauchsbalken in dem Diagramm plötzlich nach oben. So kann man sinnlich und intuitiv verfolgen, woraus sich der Gesamtstromverbrauch zusammensetzt, es wird klar, welche Geräte die großen Verbraucher sind. Durch einfaches Ausprobieren bekommt der Kunde ein Gefühl dafür, was es bedeutet, wenn zum Beispiel das Licht im Flur ständig brennt. Zudem wird ein Vergleich des Stromverbrauchs mit anonymisierten Haushalten aus der Testgruppe und einem vergleichbaren österreichischen Durchschnittshaushalt berechnet. Damit aber nicht genug: Mit dem Smarthome-System ist es möglich, die einzelnen stufenlos zu dimmen. Das geht ganz einfach durch einen „Klick“ auf die einzelnen Verbraucher, die auf dem Handheld aufgelistet sind. Damit geht das System auch deutlich über andere Smart-Metering-Projekte hinaus: Smarthome ist eine Art Eintrittskarte für die Heim-Automatisierung. So kann der Benutzer aus der Ferne die Heizung einschalten, durch eine Zeitschaltung die Beleuchtung regulieren oder vor dem Heimkommen die Waschmaschine einschalten.

Kopplung mit Solarstrom. Das ganze System kann über eine Kundenplattform per Internet konfiguriert werden. So lässt sich auch ein Tür- oder Fensterkontakt integrieren und zu einem intelligenten System verschmelzen: Wenn die Tür geöffnet wird, dann geht es etwa automatisch das Licht an. Denkbar ist auch, dass ein Kunde, wenn er nicht zu Hause ist, per SMS gewarnt wird, wenn ein Einbrecher eine Tür öffnet. Verknüpft ist „VERBUND-Smarthome“ – und das ist das Besondere an diesem System im Vergleich zu anderen Entwicklungen, die derzeit erprobt werden – mit Fotovoltaik-Anlagen. Rund ein Drittel der Testkunden stellt selbst Solarstrom her. Diese Haushalte wurde aus den Teilnehmern am VERBUND Solarstrom-Paket ausgewählt, das den Kunden Beratung und Hilfestellung bei Förderabwicklung, Installation oder Abnahme bietet. „Die Leute wissen oft nicht, wie gut ihre Anlage funktioniert“, sagt Weiss. „VERBUND-Smarthome“ stellt die Stromproduktion aus der Sonne nun übersichtlicher dar und verknüpft diese Information im Haushalt. Mehr noch, einfach und grafisch wird die Netzeinspeisung der überschüssigen Energie bzw. der Energiebezug aus dem Netz dargestellt. Damit sieht der Kunde sofort, was produziert verbraucht und wieviel Strom er bezieht bzw. in das Netz zurückspeisen kann.

Einsparung und Komfort. Für die Kunden, so betont Weiss, geht es bei „VERBUND-Smarthome“ vor allem um Energieeinsparungen und um Komfort. Gleichzeitig hat aber auch das Stromunternehmen etwas davon. Das große Thema der Zukunft heißt für die Stromanbieter „Smart Grids“ – das sind Stromnetze, bei denen Angebot und Nachfrage automatisch ausgeglichen werden. Solche intelligenten Netze sind auch erforderlich, um eine große Zahl an kleinen, dezentralen Stromerzeugern einbinden zu können. Ein zentraler Baustein von Smart Grids ist das Demand-Side-Management: Dabei übertragen Kunden dem Versorger das Recht, einen bestimmten Stromverbrauch zeitlich verschieben zu können. So ist es zum Beispiel egal, ob ein Wäschetrockner jetzt oder in 2 Stunden eingeschaltet wird.

Eine weitere große Role kommt der Elektro-Mobilität zu: Die Fahrzeuge können dann geladen werden, wenn es genügend Stromangebot gibt – und nicht ausgerechnet zur Abendspitze. Die Batterien können im Netz auch als Zwischenspeicher zu Tageszeiten dienen, zu denen Strom im Überfluss vorhanden ist. Eine Zukunftsvision, von der auch die Kunden profitieren, ist, dass der Strompreis in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage variiert („flexible Tarife“) oder dass E-Auto-Besitzer für die temporäre Stromspeicherung etwas bezahlt bekommen. Das ist freilich noch Zukunftsmusik, aber „VERBUND-Smarthome“ liefert dafür einige technische Grundlagen. Ob der Kunde bereits „smart“ genug ist bzw. der Markt schon reif dafür ist, werden die Verbund-Experten ab April wissen. Durch die begleitende Marktforschung könne dann konkrete Aussagen über die Nutzung und den Marktwert von „VERBUND-Samrthome“ getroffen werden.

Ähnliches Experiment: Schon die Telekom, hat so ein Experiment erprobt, jedoch sind die Testdaten eher ernüchternd ausgefallen, da es natürlich immer wieder Personen gibt, denen Ihr Stromverbrauch mehr oder weniger egal ist und andere welche sich bemühen. Es war jedoch möglich Einsparungen von bis zu zehn Prozent in einzelnen Haushalten zu verzeichnen! Die Telekom wollte schon im März 2012 ein solches Smart Connect auf den Markt bringen, dies hat sich jedoch jetzt auf Mitte bis Ende 2012 verschoben, unter dem Namen Qivicon.


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