CO2 vermeiden und sinnvoll verwerten – Was können wir tun?

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Für eine neue Energieforschungsinitiative stehen zehn Million Euro bereit.

Wie man mit dem Treibhausgas CO2 umgehen soll, ist derzeit eines der spannendsten – und umstrittensten – Themen. Weitgehend einig ist man sich darin, die Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden: durch Effizienzsteigerung, Umstieg auf erneuerbare Energiequellen oder Veränderungen des Lebensstiels. Eine andere, viel kontroversere Möglichkeit ist das Abtrennen und Speichern von CO2 im Boden – in der Fachwelt als „Sarbon Sapture & Storage“ (CCS) bekannt. Eine dritte Möglichkeit rückt erst langsam in den Fokus der Öffentlichkeit: die Verwertung von CO2.

Es gibt bereits Technologien – auch in Österreich -, bei denen das Treibhausgas aus industriellen Prozessen abgetrennt und beispielsweise in der Lebensmittelindustrie (etwas für Softdrinks) verwendet wird.

Eine weitere Variante die sehr viel Zukunftspotential hat, steckt indes noch in den Kinderschuhen: die Umwandlung von CO2 in Energieträger. Erst kürzlich wurde in Cambridge (England) das Christian-Doppel-Labor für „Erneuerbare Syngas Chemie“ gegründet. Dessen Leiter, Erwin Reisner, will in Kooperation mit der OMV einen Prozess entwickeln, bei dem CO2 mittels Sonnenenergie hergestellten Wasserstoffgas (H2) in „Synthesegas“ verwandelt wird. Das ist dann ein Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff und ist einen Vorstufe zur Produktion von Kohlenwasserstoffen: Methan kann dann beispielsweise direkt in Gasnetze eingespeist werden, es können aber auch flüssige Treibstoffe hergestellt werden Das Problem dabei ist die Entwicklung von geeigneten und Billigen Katalysatoren, die die Reaktion beschleunigen. CD-Labor-Leiter Reisner nimmt dafür Anleihen bei der Natur: Er will die Vorgänge bei der Fotosynthese in Pflanzen mit synthetischen Katalysatoren nachahmen.

Solche neuen Ideen, wie man CO2 sinnvoll verwerten kann, sprießen derzeit wie Schwammerln aus den Boden – und das Wirtschaftsministerium hat deshalb nun ein neues Förderprogramm, die „Energieforschungsinitiative“ (EFI), entwickelt. Vorerst zehn Millionen Euro stehen ab sofort bereit für Projekte aus den Bereich „Energieträger aus erneuerbaren Energien, H2 und CO2“, „Möglichkeiten der CO2 Nutzung in Endprodukten bzw. Prozessen“ oder „Grüner Wasserstoff“, zur Verfügung. Die Initiative wird in bestehenden Programmen umgesetzt, konkret im Basisprogramm der FFG und für spezialisierte Programme wie die „Unternehmensbezogene Arbeitsmarktförderung“ (UAMF) der Austria Wirtschaftsservice (AWS). Ziel der EFI ist die Realisierung von Prototyp- und Pilotanlagen für eine möglichst großtechnische Verwertung.

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