Clever von Haus aus

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Am Anfang war die Sauna, jetzt bringt Elk-CEO Erich Weichselbaum den internationalen Fertighausmarkt mit innovativen Ideen zum Schwitzen. Das Porträt eines zeitgemäßen Baumeisters.


Wenn Erich Weichselbaum Hausträume erfüllt, muss es flott und unkompliziert funktionieren. Nicht ohne Grund steht der Manager seit 2009 an der Spitzte der Elk-Gruppe, der Nummer eins am europäischen Fertighausmarkt. Dank neuer Ideen versorgt er das Familienunternehmen mit Erfolgen und gleichzeitig tausende Familien mit einem Haus fürs Leben. Wie er dieses Konzept ökologisch nachhaltig international etabliert und dabei auch den B2B-Berich aufmischt, verrät er im Diners Club Magazin Interview.

Herr Weichselbaum, wie kam es vor über 30 Jahren zur Idee, in den Fertighausmarkt einzusteigen?

In den 70er Jahren gab es einen wahren Saunaboom, viele wollten sich eine eigene Sauna in ihr Haus einbauen lassen. Daher haben wir begonnen, Saunas aus Finnland zu importieren. Und daraus sind mit der Zeit Blockhäuser geworden. Mitten in unseren Räumlichkeiten in der Wiener Zieglergasse hatten wir ein Fertigblockhaus, ein Norwegerhaus, aufgebaut – das war eine richtige Sensation. In Skandinavien war das Prinzip von Fertighäusern bereits verbreitet, Holz ein beliebter Baustoff. Daher auch der Name Elk-Haus. In Österreich war die Idee neu.

Wie hat sich seither (1979) der Markt verändert?

Wir haben anfangs Fertighäuser importiert, hauptsächlich kleine Wochenendhäuser, das hat sich aus der Bauordnung ergeben. Als sich diese geändert ha, stellte sich die Frage: teuer aus Deutschland einzelne Komponenten importieren oder selbst produzieren? Und mein Vater hat sich für die Produktion entschieden und das Werk in Schrems gegründet, wo bis heute Elk-Häuser produziert werden. In den 80er betrug der Marktanteil von Fertighäusern in Österreich 2,3 Prozent, heute liegt er bei 35 Prozent.

Wie erklären Sie sich diese steigende Nachfrage?

Die Leute legen bei einem Haus Wert auf Qualität, einen Fixpreis und Geschwindigkeit. Und all diese Komponenten sind bei unseren Fertighäusern gegeben.

Spätestens seit dem Film „Hinterholz8“ sind Bauneulinge wachsam. Worauf sollten Die achten?

Bei unseren Produkten ist man vor unliebsamen Überraschungen geschützt. Der Fixpreis wird vorab ermittelt und erst nach Fertigstellung bezahlt. Und die erfolgt rund sechs Monate nach Vertragsunterzeichnung. Außerdem können sich die Kunden vorab die Grundrisse etc. in einem Musterhaus in natura ansehen. Ein Wohngefühl lässt sich nur am Plan sonst eher schwer vermitteln.

Oft heißt es, ein Haus ist erst ein Haus, wenn man jeden Ziegel selbst in der Hand hatte. Was entgegnen sie Fertighaus-Skeptikern?

Diese Zeiten sind längst vorbei, als Fertighäuser als nicht werthaltig galten. Der Österreichische Fertighausverband prüft jedes einzelne Haus nach strengen Qualitätskriterien, diese Prüfung für ein Haus ist einzigartig. Die hochwertigen Komponenten für unsere Häuser werden n Schrems produziert und gelangen von dort direkt an den Bauplatz. Dort werden dann die einzelnen Wände – mit bereits integrierten Installationen, Leitungen etc. – vor Ort innerhalb weniger Frage aufgestellt. Danach kommen das Dach und die Innenarbeiten. Das alles ist dank Trockenbauweise innerhalb weniger Wochen erledigt – und zwar von eigens ausgebildeten Fertighausbauern – das ist ein eigens Berufsbild, das die Fähigkeiten unterschiedlichster Spezialisten vereint.

Wie viel Flexibilität haben Kunden bei der Hausplanung?

Sehr viel. Nicht nur dass wir unterschiedlichste Hausvarianten anbieten, auch bei der Grundrissplanung kann der Kunde das Haus nach weinen Bedürfnissen und Wünschen adaptieren. Wir übernehmen die Bauplanung, erstellen die Baueinreichpläne, und sogar nach Jahren ist ein Umbau an Elk-Häusern einfach möglich. Und mit unserer neuen, individuellen Linie bieten wir noch mehr Flexibilität – ab einer Größe von 250 Quadratmeter bauen wir ein Maßhaus. Der Kunde schickt uns seine Pläne, und wir bauen das Haus schnell, günstig und qualitativ hochwertig.

Was macht die Faszination vom Haus aus?

Häuser sind immer im Trend – wobei es natürlich viele Motivatoren dafür gibt. Viele wünschen sich ein Eigenheim, das ihnen selbst gehört, andere möchten unbedingt einen Garten für ihre Kinder, und besonders momentan werden Häuser auch als Investition gesehen. Was früher in Aktien angelegt wurde, wird heute lieber ins Eigenheim investiert. Man möchte in der Pension keine Miete bezahlen müssen – es wird an die Zukunft gedacht. Barrierefreie Grundrisse gewinnen daher auch immer mehr an Bedeutung.

Welche Häuser sind momentan besonders gefragt?

Gefragt sind großzügige Grundrisse, ein Haus mit 150 Quadratmetern auch zwei Ebenen entspricht dem Standard. Außerdem ist natürlich auch das Design wichtig. Alle zehn Jahre kommen da große Trends, momentan ist vor allem der Bauhaus-Stil gefragt. Kantig, puristisch und oft mit Flachdach. Und bei der Bauweise sind Passivhäuser stark im Kommen. Sie machen bereits 25 Prozent der gebauten Elk-Fertighäuser aus wobei nicht nur

das Ökologiebewusstsein dafür verantwortlich ist, vor allem die hohen Passivhausförderungen machen die Bauweise attraktiv.

Elk widmet sich verstärkt auch den B2B-Bereich. Wo sehen Sie das größte Potential?

Überall wo gebaut wird, möchte man, dass das Projekt qualitativ hochwertig, schnell und zum günstigen Preis abgewickelt wird. Und das bieten wir. Ob Hotels, Kindergärten oder Appartementhäuser.

Welche Rolle spielt dabei der Export?

Starke Exportmärkte sind Griechenland, England, Zypern, Norditalien und Frankreich. Im Ausland wird österreichische Qualität sehr geschätzt. Außerdem sind etwa in England die Löhne in der Baubranche traditionell hoch, was natürlich für Fertighäuser spricht. Oder in Griechenland wird Holz weniger als Baumaterial verwendet – dennoch sind Blockhäuser dort sehr beliebt. Die werden dann importiert. Stark rechne ich auch mit der Türkei als Zukunftsmarkt. Mit Partnern vor Ort kann man auf die internationalen Bedürfnisse reagieren.

Ihre Vision für das Haus der Zukunft?

Ich glaube nicht, dass sich Häuser in der Zukunft prinzipiell so stark verändern werden. Ein Haus wird immer Fenster haben und eine Tür. Toll wäre es natürlich, wenn ein Haus gebaut wird, das energieautark ist – mit eigener Solaranlage, Windkraft etc., damit das ganze Jahr über genügend Strom produziert wird, um auch bequem das E-Auto zu Hause zu betanken zu können. Und das alles zu einem leitbaren Preis. Aber da haben eventuell die Stromanbieter etwas dagegen… Und natürlich wär ein Haus, das sich immer nach der Sonne dreht, auch wunderbar. An Innovationen mangelt es nicht. Fenster, die je nach Laune ein spezielles Bild auch die Fläche projizieren, gibt es etwa schon.

Auf geht es, in eine smarte Zukunft!
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