Gamification kommt langsam in Fabrikhallen an

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Computerspiele sind beliebt und trotz aller Rückschläge verwenden es auch immer mehr Firmen, um die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern – das nennt sich dann Gamification. Mit dieser Methode lassen sich neue Wege der Problemlösung finden. Dies vor allem in den Bereichen der Forschung, des Innovationsmanagements oder in der Analyse von Kundendaten laut der Zeitschrift Innovationsmanager.

Auch wenn der Siegeszug der Computerspiele darauf hindeuten könnte das Gamification immer aktiver wird, ist diese doch eine Randexistenz. Dies geschah aufgrund einer Reihe an missglückten Anwendungen. Das beste Beispiel hierfür ist der Pril – Wettbewerb, den Henkel zur Gestaltung einer Waschmittelflasche ausrief. Trotz der Einsendung von über 50.000 Vorschlägen wählten die Internetuser den Entwurf eines Werbetexters, worauf Henkel natürlich Betrug vorgeworfen wurde.

Treffen in virtuellen Raum

Auch wenn es simpel klingt, die Gestaltung einer spielerischen Umgebung in einem spielfremden Umfeld erweist sich als kompliziert. Mit dieser Thematik beschäftigt sich Professor und Leiter des Forschungsinstituts für Unternehmensführung, Logistik und Produktion der TU München Horst Wildemann. Er spricht von einem „sehr mächtigen Instrument“. Mit verschiedenen Unternehmen wie z.B. Linde hat er Plattformen entwickelt, die die Entwicklung für die Konzeption neuer Anlagen zusammenbringen und die Nutzer durch eingebaute Anreize in ihren Bann ziehen. Der Hersteller für Flüssigkeit und Luftfiltersysteme, Ansaugsysteme und Innenraumfilter Mann und Hummel hat die Internetplattform „Hype Ideas Database“ aufgebaut, um ähnlich einer Facebook-Seite viel Spielraum für Interaktion zu lassen. Das bietet erhebliches Potenzial bei einer Belegschaft von rund 1000 F&E Mitarbeiter, denn es gibt darin auch verschiedene Wettbewerbe für das Teambuilding, die zusätzlich auch im wirklichen Raum stattfinden, wie z.B. die Verlosung von Reisegutscheinen. Die Mitarbeiter, die auf der Plattform viel und oft kommunizieren sammeln Punkte und um es nicht in einem feindlichen Wettbewerb zu verwandeln gibt es bestimmte Auflagen, wie z.B. Belohnungen in Form einer Pausenzeitverlängerung. Das Punktesystem berechnet die Pausenzeit, die der Kollegen und die der Maschine und sollte der Mitarbeiter, statt gleich, in der prophezeiten Pausenzeit Pause machen, bekommt er 3 bis 15 Minuten dazu. Mit solchen Anreizen konnte eine Firma Effizienzgewinne von bis zu 20 % erreichen.

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